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Die besten Tipps zum Kauf von Ferngläsern

| 25. Januar 2017 | 0 Comments

Tipps zum Kauf von Ferngläsern

Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, sich ein Fernglas anzuschaffen? Diese gibt es gemäß test.de von klein bis groß und von günstig bis teuer. Doch worauf muss man beim Kauf eines solchen optischen Gerätes achten und welches sind die entscheidenden Kriterien? Im Folgenden werden die wichtigsten Faktoren wiedergegeben, damit das Risiko eines Fehlkaufes auf ein Mindestmaß reduziert wird.

Blick durch das Fernglas

Ferngläser unterscheiden sich nur durch ihre Form voneinander. Bildquelle: © Syda Productions – 387119248 / Shutterstock.com

Einsatzzweck eines Fernglases ist sehr vielseitig

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Einsatzzweck eines Fernglases schon seit jeher relativ weit gefasst ist. Deshalb gehörte das auch Feldstecher genannte Instrument schon zu der Basis-Ausstattung eines jeden Pfadfinders. Die Geschichte der Ferngläser geht jedoch noch weiter zurück bis in das frühe 19. Jahrhundert. Hier nannte man Gläser, mit denen man weit entfernte Sachen schärfer und größer sehen konnte, noch Stechgläser oder kurz Stecher. Im 20. Jahrhundert wurden die inzwischen eingeführten Prismenferngläser vorrangig im militärischen Einsatz verwendet und brachten im Gefecht nicht selten einen entscheidenden strategischen Vorteil.

Infografik Funktion Fernglas

Heute eignen sich Ferngläser nicht nur für die Beobachtung von weit entfernten Tieren beispielsweise im Zoo oder im Gebirge. “Auch für Sportfreunde sind sie ein sehr nützliches Utensil, zum Beispiel im Stadion bei einem Fußballspiel oder bei Leichtathletik-Wettkämpfen.“, so der Sportexperte Heinz Patzelt von wettfreunde.net. Natürlich macht sich in diesen Fällen ein Fernglas in Anbetracht der günstigeren Eintrittspreise umso mehr bezahlt, je weiter oben man im Stadion sitzt. Was viele nicht wissen, ist, dass es nicht nur rein optische Ferngläser, sondern auch digitale Ferngläser gibt, die wie folgt funktionieren:

  • Das Fernglas verfügt über zwei Sensoren
  • Diese wandeln das optische Bild in elektronische Signale um
  • Wiedergabe in den ebenfalls elektronisch aufgebauten Suchern

Vorteile der digitalen Ferngläser sind beispielsweise Bildstabilisierung und eine Aufhellung bei schlechtem Licht. Top-Modelle, wie das von golem.de vorgestellte Sony DEV-50V, kosten aber schnell ein halbes Vermögen.

Vergrößerung und Linsendurchmesser sind entscheidend 

Wer sich das erste Mal in seinem Leben ein Fernglas anschaffen möchte, fragt sich zwangsläufig, was die unterschiedlichen Bezeichnungen bedeuten. Die Angaben über die Vergrößerung und den Linsendurchmesser liefern wertvolle Informationen, die es nur noch korrekt zu interpretieren gilt. Dargestellt werden sie üblicherweise in einer Form wie „20×50“ oder „20×80“. Gelesen werden sie so:

  1. 20-fache Vergrößerung mit 50mm Frontlinse
  2. 20-fache Vergrößerung mit 80mm Frontlinse

Die erste Zahl gibt also den Vergrößerungsfaktor und die zweite den Frontlinsendurchmesser des jeweiligen Fernglases an. Das bedeutet, dass in dem Beispiel ein 100 Meter entferntes Objekt so stark vergrößert wird, als wäre es nur fünf Meter entfernt. Beliebt ist hinsichtlich der Vergrößerung der Faktor 10, denn er stellt einen guten Kompromiss dar aus:

  • Ausreichender Vergrößerung
  • Ruhigem Bild
  • Größe und Gewicht

Es wird häufig nicht bedacht, dass das Bild umso mehr wackelt, je stärker das beobachtete Motiv vergrößert wird. Ein großer Durchmesser hingegen hat den Vorteil, dass mehr Licht in die optische Konstruktion gelangen kann und bei schlechten Lichtverhältnissen eine immer noch gute Sicht gegeben ist. Des Weiteren ist das Sehfeld umso größer, je größer der Durchmesser der größten Linse ist. Daraus ergibt sich, dass zunächst die Frage zu beantworten ist, wann und wo das Glas eingesetzt werden soll. Bei Tageseinsatz sind maximal 35 mm in Ordnung und bei Dämmerung 80 mm.

Zusätzliche Qualitätsmerkmale und die Vergütung der Gläser

Aufgehängtes Fernglas

Bild: Das perfekte Fernglas sollte eine ausreichende Stabilität aufweisen. ©Halfpoint – 269650559 / Shutterstock.com

Problematisch ist, dass oftmals nicht mehr Angaben über das Fernglas vom Verkäufer gemacht werden, als diejenigen, die soeben erläutert worden sind. Wichtig sind allerdings noch weitere Kriterien, die folglich wahrscheinlich erfragt werden müssen. Die Rede ist von:

Bildschirmfoto 2017-01-30 um 08.49.36Das Sehfeld ist ein nicht unwichtiger Aspekt, der umso mehr zum Tragen kommt, wenn Motive beobachtet werden sollen, die sich schnell und relativ unvorhersehbar bewegen. Ist das Sehfeld zu klein, fällt es nämlich schwer, diese überhaupt erst zu orten und im Fernglas sehen zu können. Die bereits im vorherigen Absatz angesprochene Lichtstärke errechnet sich, wenn man den Frontlinsendurchmesser durch die Vergrößerung teilt und das Ergebnis hoch zwei nimmt.

In dem zweiten Beispiel von oben ergibt sich also eine Lichtstärke von 16, denn 80:20 ist 4 und 4×4 ist 16. Die Dämmerungszahl des Fernglases ist additiv zur Lichtstärke zu betrachten und liefert zusätzliche Angaben über die Performance bei schlechtem Licht. Auch hier gilt: Je größer die Zahl, desto heller und besser erscheint das Bild. Nicht von der obigen Tabelle erfasst, aber trotzdem erfragt werden sollte, ob die verbauten Gläser vergütet sind. Ist dies der Fall, wirkt sich dies ebenfalls positiv auf die Bildqualität aus und verspricht auch mehr Widerstandsfähigkeit.

Ausprobieren ist vor dem Kauf auf jeden Fall Pflicht

Last but not least gilt bei dem Kauf eines Fernglases auf jeden Fall die Devise, dass es vor dem Kauf ausprobiert werden sollte, sofern dies möglich ist. Diese Option entfällt natürlich bei einem Kauf über das Internet, aber hier besteht immerhin die Möglichkeit, von dem 14-tätigen Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. Der Grund dafür, dass das Fernglas vor dem Erwerb getestet werden sollte, ist zum Teil auch das subjektive Empfinden im Umgang damit. Nur dann können effizient die folgenden Faktoren beurteilt werden:

  • Lage des Glases in der Hand
  • Ausbalancierung des Gerätes
  • Leichtgängigkeit der Funktionen
  • Optische Qualität und visuelle Darstellung

Gute Ferngläser wie von Swarovski zeichnen sich beispielsweise auch dadurch aus, dass die notwendige Bildschärfe nicht nur im Zentrum gegeben ist, sondern auch zu den Rändern hin nicht oder nur unmerklich abnimmt. Verantwortlich dafür ist zum einen die Qualität des verwendeten Glases und zum anderen auch die Qualität der Fertigung respektive die durchgeführte optische Korrektur. Ist diese aufwendig vonstatten gegangen, wirkt sich dies darüber hinaus positiv auf die Farbechtheit, sowie die Obsoleszenz von Farbsäumen aus. Auch der störende Einfall von Streulicht, der sich nachteilig auf den Kontrast und die Bildschärfe auswirkt, kann dadurch entscheidend minimiert werden.

 

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Category: Tipps

Freya

About the Author ()

In den Weiten des Nordens geboren und aufgewachsen hat es mich mittlerweile nach Köln verschlagen. Hier schreibe ich während meiner Freizeit an diesem Outdoor-Blog. Meine Leidenschaft gilt dem Mountainbiken und dem Klettern. Natur PUR statt Stadt ist mein Ort zum Kraft schöpfen.

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