Rettet den Schneeleoparden

Rundwanderweg: Gletscherlehrpfad Martelltal

| 23. Oktober 2012 | 0 Comments

Rundwanderweg Gletscherlehrpfad Martelltal

Rundwanderweg Gletscherlehrpfad Martelltal

Zufallhütte – Gletscherstirn – Marteller Hütte – Hotel Paradiso el Cevedale

Dauer: ca. 4-5 Stunden (je nach Aufenthalt bei den Beobachtungsspots)

Höhenmeter: ca. 600m aufwärts
ca. 600m abwärts

Kondition: anspruchsvoll

Anspruch Technik: Trittsicherheit/ festes Schuwerk notwendig

Tourenlänge: ca. 10-11,00 km (Streckenaufzeichnung via runtastic)

Der Gletscherlehrpfad beginnt am Parkplatz der Enzian Hütte und hat einen kreisförmigen Verlauf. Der Pfad ist in 9 Beobachtungsstellen unterteilt.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_1

Gletscherlehrpfad_Martelltal_2

Dabei gilt für die Abschnitte folgende grobe Gehzeiteinteilung:

Etappe 1: Vom Parkplatz zur Zufallhütte: ca. 30 Minuten
Etappe 2: Von der Zufallhütte zur Plima-Mauer: ca. 15 Minuten
Etappe 3: Von der Plima Mauer zum Wasserfall: ca. 15 Minuten
Etappe 4: Aufstieg zur Talschwelle: ca. 30 Minuten
Etappe 5: Zur Gletscherstirn des Hohenferners: ca. 30 Miuten
Etappe 6: Von der Gletscherfront zur linken Moräne: ca. 15 Minuten
Etappe 7: Von der Moräne zur Marteller Hütte: ca. 15 Minuten
Etappe 8: Von der Marteller Hütte zur Plima Mauer: ca. 30 Minuten
Etappe 9:  Von der Plima Mauer zum Hotel Paradiso el Cevedale: ca. 30 Minuten

Etappe 1:

Vom Parkplatz der Enzian Hütte (ca. 2.050m) aus folgen wir dem Weg Richtung Zufallhütte (2.264m).

Gletscherlehrpfad_Martelltal_3

Hier befinden sich einige Ruinen und eine kleine Kapelle, die an ein österreichisches Militärkommando aus dem 1. Weltkrieg erinnern. Wo sich heute Wanderwege befinden waren im 1. Weltkrieg erbitterte Kämpfe zwischen den Österreichern und den Italienern an der Tagesordnung. (Selbst auf dem Cevedale, Königspitze und auf dem Ortler waren Gefechtsstellungen zu finden.)

Der Cevedale (3.769m) thront mit seinem weissen Kleid allgegenwärtig über der Szenerie, wir befinden uns mitten im Cevedale-Ortlermassiv.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_4

Etappe 2:

Von der Zufallhütte wandern wir Richtung Staumauer (Plima Mauer), die als Aufprallschutz der Wassermassen dienen soll. Im Jahre 1893 wurde dieser Bau bereits fertig gestellt.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_5

Etappe 3:

Von der Staumauer aus wandern wir Richtung Wasserfall und überqueren eine kleine Brücke den Einstieg in die Felswand.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_6

Etappe 4:

Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung für einen sicheren Aufstieg zur Talschwelle des Gletschers. Der vierte Abschnitt ist der schwierigste des gesamten Sreckenverlaufs. Er überwindet eine 200m hohe Felswand um über Weg Nr. 37 zur nächsten Plateau zu kommen.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_7

Etappe 5:

Auf der nächsten Etappe erreichen wir die Gletscherstirn des Hohenferners. Erschreckend wirkt die Distanz zwischen Moränenwall und Gletscher, der den Rückgang seit 1985 markiert. Ein kleiner Rastplatz läd zum Verweilen ein.

Etappe 6 & 7:

Am Gletscherrand entlang wandern wir Richtung linker Moräne und Marteller Hütte (2.610m). Der Weg wird laut offizieller Website als Erlebnis-Höhepunkt des Gletscherlehrpfads bezeichnet. Man geniesst eine Rundumsicht auf die ganze Gletscherzunge sowie auf die grossen Seitenmoränen.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_8

Die 1981 neu eröffnete Marteller Hütte thront auf einem Plateau zu Fusse des Cevedale und mit spektakulärer Sicht auf die Königspitze.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_9

Etappe 8 & 9:

Abstieg über den Weg 103 zur Staumauer und zurück ins Tal. Der Wall weist auf eine Gletscherzunge hin, die bis 2300m reichte. Von dort aus geht der Weg zurück Richtung Ausgangspunkt zum Hotel Paradiso (2160m), das in den Jahren 1933-35 entstand.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_10

„Das Hotel, dem sowohl die Rolle des Luxushotels mit infrastruktureller Rundumversorgung (250 Betten, Post- und Telegraphenamt im Haus, Metzger, Konditor, Friseur, Masseur, Schilehrer, Lesesaal mit englischen Kaminen, Sauna, Taverne) für entsprechend betuchte Gäste als auch die eines Sporthotels für Bergtouristen und Alpinisten zugedacht war, durfte sich nur einer kurzen aktiven Zeit erfreuen, während der im Winter bevorzugt deutsche und im Sommer italienische Gäste dessen Dienste in Anspruch nahmen. 1943 wurde es von der Deutschen Wehrmacht in Beschlag genommen und diente als Urlaubsstützpunkt für Soldaten (z.B. für Angehörige der Division „Brandenburg“; Otto Skorzeny hat nach der Befreiung Mussolinis dort einen 4-wöchigen Urlaub als Prämie zuerkannt bekommen). Obwohl sich das Hotel gleich nach dem Zweiten Weltkrieg eines regen Gästezuspruchs erfreute, ging es 1946 in Konkurs. 1952 erwarb es der venezianische Reeder Benati, der durch Immobilienspekulationen sehr reich geworden war, ließ den ehemals grünen Bau rot anmalen und erweiterte das Hotel durch verschiedene Zubauten. Im Jahr 1955 änderte Benati seine Meinung über die Zukunftsperspektiven des Hotels und überließ es in unfertigem Zustand seinem Schicksal. Es wurde in der Folge aller seiner beweglichen Inventargüter beraubt. 1966 wurde die Liegenschaft von den Eignern der Brauerei Forst erworben.“ (Quelle: Wikipedia)

Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die vordere Rotspitz. Zudem führt ein kurzer Weg zurück zum Parkplatz und Ausgangspunkt der Tour.

Gletscherlehrpfad_Martelltal_11

Insgesamt eine wunderschöne Tour mit lohnenswerten Eindrücken rund um das Martelltal. Wir hatten an dem Tag auch noch wunderbares Wetter, was es um so schöner gemacht hat.

Weitere Impressionen:

 

Das könnte Euch auch interessieren:

Tags: , , ,

Category: Touren

Freya

About the Author ()

In den Weiten des Nordens geboren und aufgewachsen hat es mich mittlerweile nach Köln verschlagen. Hier schreibe ich während meiner Freizeit an diesem Outdoor-Blog. Meine Leidenschaft gilt dem Mountainbiken und dem Klettern. Natur PUR statt Stadt ist mein Ort zum Kraft schöpfen.

Leave a Reply