Rettet den Schneeleoparden

Siebengebirge: Oelberg, Stenzelberg, Königswinter, Thomasberg

| 10. September 2012 | 3 Comments

SiebengebirgeMit dem Mountainbike durchs Siebengebirge: Bei bestem Wetter starteten wir unsere heutige Tour am Fuße des Großen Ölbergs. Insegsamt legen wir in knapp 3 Stunden ca. 800 Höhenmeter aufwärts und 30 km Strecke zurück. Dabei ist unser Ausgangspunkt für die „leichte“ Siebengebirgs-Tour der Parkplatz an der Margarethenhöhe. Dort muss man zwar 1,50 EUR Parkgebühren starten, jedoch befindet man sich bereits auf halber Höhe und spart sich den Aufstieg aus dem Tal.

Räder startklar hinein in den Wald: Am Fuße des Oelbergs erst einmal Richtung „Haus Schlesien“. Das Haus Schlesien ist ein ehemaliger Fronhof auf den Reinhöhen in Königswinter-Heiserbacherrott und ein wahres Schmuckstück. Über 800 Jahre wurde auf dem Hof Landwirtschaft betrieben, bevor dieser heute ein Kultur- und Bildungszentrum mit einer Tagungs- und Begegnungsstätte, ein Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische Landeskunde, eine Präsenzbibliothek, Gastronomie und Logis beherbergt.

Von da aus weiter zu einem stillgelegten Steinbruch des Siebengebirges – dem Weilberg.

Der Weilberg ermöglicht einen Einblick in den Gesteinsaufbau des ehemaligen Vulkans Siebengebirge. Vor etwa 30 Millionen Jahren begann die vulkanische Tätigkeit an diesem Ort mit einem gewaltigen Aschenregen. Eine Hinweistafel gibt Aufschluss über die Geschichte und Entstehung des Naturschauspiels.

Auf zum Stenzelberg. Der Stenzelberg liegt mit seinen 287 Metern südwestlich von Heisterbacherrott und in der Nähe des Kloster Heisterbach. Seid dem 11. Jahrhundert wurde der Stenzelberg als Steinbruch für Quarz-Latit (z.B. zum Putz des Bonner Münster) genutzt. Der Steinbruchbetrieb endete 1931. In den 80er und 90er Jahren wurden die steilen Felswände und freistehenden „Umläufer“ zu einem beliebten Kletterspot. Seid 2005 ist das Klettern am Stenzelberg jedoch ausdrücklich verboten. Lohnen tut sich ein Auftieg auf den Berg allemal, denn von da aus hat man einen atemberaubenden Blick über das Siebengebirge (bei gutem Wetter bis nach Bonn und Köln).

Das Kloster Heiserbach ist der nächste Stop. Die Klosterruine ist eine ehemalige Zisternzienabtei und entstand 1098. Dort kann man im dazugehörigen Café eine Stärkung zu sich nehmen oder einfach im Klostergarten sein Picknick im Schatten der alten Bäume geniessen.

Tal abwärts geht es hinunter bis nach Königswinter. An der Promenade noch schnell den Blick auf den Rhein und das touristische Treiben gewinnen bevor es Richtung Drachenfelsbahnhof geht. Hinter dem Bahnhof links halten und hinaus aufs Feld wieder rein in den Wald mit Zielpunkt: Löwenburg. Auf dem 455m gleichnamigen Berg liegt die mittelalterliche Höhenburg-Ruine aus dem 12. Jahrhundert. Der letzte Anstieg ist sehr steil und erfordert gute Kondition mit dem Bike. Jedoch wird die Mühe belohnt mit einem weiteren unvergesslichen Ausblick über das Siebengebirge.

Der Schlusspurt geht durch einen Trail gen Tal. Wer es nicht so „sportlich“ mag, kann auch die normale Wanderstrecke nehmen. So endet die wunderbar Tagestour durch das Siebengebirge wieder am Ausgangspunkt, der Margarethenhöhe.

Steckenaufzeichnung dieser Tour hier

 Eine weitere Tour durchs Siebengebirge von uns hier

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Category: Touren

Freya

About the Author ()

In den Weiten des Nordens geboren und aufgewachsen hat es mich mittlerweile nach Köln verschlagen. Hier schreibe ich während meiner Freizeit an diesem Outdoor-Blog. Meine Leidenschaft gilt dem Mountainbiken und dem Klettern. Natur PUR statt Stadt ist mein Ort zum Kraft schöpfen.

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